Sicher ist kommerzielle Kunst stets in Gefahr, als Hure zu enden, aber ebenso sicher ist nichtkommerzielle Kunst in Gefahr, als alte Jungfer zu enden.

Erwin Panofsky

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2011
  • Das Hotelzimmer: Trailer + Kinostart

    Zorro Filmverleih übernimmt zum zweiten Mal nach Wader Wecker Vater Land einen Vertrieb meines Films. Die DVD, die zeitgleich zum kleinen Kinostart bei goodmovies erscheint, ziert ein neues Covermotiv (siehe links). Einen neuen, etwas längeren Trailer gibt es auch:

     

     

     

    Presse

  • Berufung in die Jury „Freie Theaterschaffende“…

    …der Stadt München.   Ich freue mich, ab April 2015 Teil der Jury „Freie Theaterschaffende“ der Stadt München zu sein.    

  • „Il Trovatore“- Oper im Blut-, Rache- und Liebesrausch

    …am Theater Freiburg.

     

     

    Die Reaktionen auf meine erste Opern-Inszenierung (gemeinsam mit Heiko Voss), Verdis „Il Trovatore“ am Stadtheater Freiburg, kurz zusammengefasst: Ein erboster Zuschauer ereifert sich per Leserbrief über eine überdimensionierte Vagina auf der Bühne, hält das, was wir gemacht haben für eine pornographische Erotikmesse, die er in Frontstellung zu bringen sucht gegen die Kulturvorstellung des Bildungsbürgertums – oder ist alles noch viel schlimmer und wir haben aus Verdi eine feministische Gender-Studie gemacht, wie andere meinen?

     

     

    Die Badische findet’s „Mutig, mutig“, weiß aber weiter wenig damit anzufangen – der Südkurier spricht von „Männlichkeit“ als Karikatur“, die das „Volk einschwört und auf Einheit trimmt“, „einer riesigen Vulva“ auf der Bühne, „aufdringlicher Sexualisierung der Szene“ an einem „heftig beklatschten Premierenabend“ – oder doch eine „gelungene Inszenierung“ mit „einer schlüssigen Bildsprache mit suggestiver Symbolik“, die die „wüste Handlung (…) in Schlaglichtern (…) zu einem dunklen Leuchten“ bringt und die „Figuren und ihre Verhältnisse (…) psychologisch tiefenscharf ausleuchtet (klassik.com)?

     

     

     

    Mir jedenfalls hat die Arbeit zusammen mit meinem Co-Regisseur Heiko Voss, Ausstatterin (Bühne und Kostüme) Olga Motta und Videokünstler Thilo Nass großen Spaß gemacht – Gerade die vermeintliche Widersprüchlichkeit und Sprunghaftigkeit des Librettos haben mich gereizt: und die starken Frauenfiguren, die sich in einer patriarchalen Welt, welche sich nur noch auf den Ruinen des Mythos von der männerfressenden Weiblichkeit am Leben zu erhalten weiß, mit ihren ganz eigenen Waffen eine Bahn der Zerstörung schlagen…

     

    Bildergalerie, Interview, Hintergründe

     

    Notizen zur Konzeption

     

  • Auszeichnung „Das Hotelzimmer“ als bester Film

    …mit dem baden-württembergischen Filmpreis 2014.

  • Das Hotelzimmer als Theaterstück

    …verlegt hier.   Der Münchner Drei Masken Theaterverlag hat sich die Bühnenrechte an meinem Psychothriller Das Hotelzimmer gesichert – das Kammerspiel um Identität, Täuschung, Manipulation und Begehren gibt’s also ab sofort auch fürs Theater. Eine Fassung dafür habe ich erarbeitet, basierend auf dem Drehbuch.    

  • „Das Hotelzimmer“ – Premiere auf dem Filmfest München

    Mein Psychothriller Das Hotelzimmer mit Mina Tander und Godehard Giese (produziert von kurhaus production) in den Hauptrollen ist für die Reihe „Neues Deutsches Kino“ des Filmfests München nominiert worden, was mich besonders freut: nach Wader Wecker Vater Land erneut eine Premiere in meiner Heimatstadt. Das Hotelzimmer ist ein Film Noir-Kammerspiel, das von den unterschiedlichen Erinnerungen an eine verdrängte Nacht erzählt – und soll Auftakt zu einer Trilogie des Begehrens werden, in der es jeweils um das Wechselverhältnis zwischen Blick, Phantasie und Identität geht. Stilistisch zitiert auch Das Hotelzimmer wieder (wie schon mein erster Film Das Zimmer im Spiegel) eine melodramatische Eigenart des Kinos, die meiner Ansicht nach in der Forderung nach psychologischem Realismus zunehmend verloren geht. Nach seiner Münchner Premiere wurde Das Hotelzimmer außerdem mit dem baden-württembergischen Filmpreis 2014 als bester Film ausgezeichnet.   Presse   

  • „Das Hotelzimmer“ ist abgedreht – Schnitt beginnt

    Nach knackigen 14 Drehtagen mit einem kleinen, aber feinen Team in Stuttgart ist „Das Hotelzimmer“ abgedreht – auf die Cutterin Carmen Kirchweger und mich wartet nun der Schnitt, daheim in München.

     

    Das Film Noir – Kammerspiel basiert auf dem gleichnamigen, noch unveröffentlichten Roman von Agnes Lehner und erzählt von einem Interview,  das zu einem Ringen um Erinnerung, Identität, die Möglichkeiten eines verpassten Lebens und die Macht des Wortes wird.

     

    Die Hauptrollen verkörpern Mina Tander und Godehard Giese, die Kamera führt Michael Hammon, mit dem ich, genau wie mit Carmen Kirchweger, schon bei meinem letzten Film „Wader Wecker Vater Land“ zusammenarbeiten durfte.

     

    „Das Hotelzimmer“ wird produziert von kurhaus production (Daniel Reich & Christoph Holthof) und dem SWR (Redaktion Stefanie Groß) – und ist gefördert von der MFG Baden Württemberg.

  • Vorproduktion Spielfilm „Das Hotelzimmer“ beginnt

    Die Vorproduktionsarbeiten zu meinem nächsten Spielfilm Das Hotelzimmer basierend auf dem gleichnamigen Roman von Agnes Lehner beginnen.

     

    Ein Hotelzimmer, eine Kamera: Ein erfolgloser Dokumentarfilmer interviewt eine erfolgreiche Autorin. Und behauptet mitten im Gespräch, bei der gemeinsamen Abi-Nacht vor langer Zeit mit ihr an einem folgenschweren Unfall beteiligt gewesen zu sein. Die Frau kann sich nicht daran erinnern – und lässt sich auf ein Frage- und Antwort-Spiel ein, das zu einer schmerzhaften Reise in eine vergessene Vergangenheit wird: Je länger die Interview-Nacht dauert, desto stärker gerät der Boden ihrer sicher geglaubten Lebenswirklichkeiten ins Wanken…

     

    Das Hotelzimmer ist als Psychothriller der erste Teil einer geplanten „Trilogie des Begehrens“. Gefördert von der MFG Baden Württemberg wird der Film produziert von kurhaus production und SWR. Geplanter Drehbeginn ist im Frühjahr 2014.

  • Metamorphosen des Augen-Blicks

    Zu Michael Ballhaus‘ Bildkompositionen in Francis Ford Coppolas „Bram Stoker’s Dracula“

     

    Erstveröffentlichung in: Liptay, Fabienne (Hg.): Michael Ballhaus. Film-Konzepte, Heft 30. München 2013, S. 50 – 57.

     

    Bevor der Film – in Gestalt der titelgebenden Hauptfigur Dracula – die beiden Verlobten trennt, zeigt uns Ballhaus’ Kamera in einer klassischen Halbnahen den vorerst letzten Kuss zwischen Mina (Winona Ryder) und Jonathan (Keanu Reeves) unter einer Gartenlaube im heimischen London – das Bild eines bürgerlichen Liebesrituals, das sich mittels eines einfachen Überblendungseffekts in ein Bild der lustvollen Gefahr und der gefährlichen Lust verwandelt. Das verbindende Element zwischen beiden Bildern ist der Augen-Blick selbst:  Pfauenfedern fächern sich vor dem Profil der Küssenden auf, verdecken es bildfüllend, bevor schließlich das Kreisrund eines Pfauenauges durch Doppelbelichtung in die Öffnung eines Eisenbahntunnels überblendet wird, durch den die Kamera nun rast. Fläche wird zu Tiefe, Statik zu Dynamik, London zu Transsylvanien. Das Licht am Ende dieses Tunnels ist blutrot: optischer Vorbote von Draculas fremder, wilder, unheilvoller Welt, deren Röte dank der metamorphischen Qualität der Montage aus dem kühlen Blau des viktorianischen Gartens, mithin aus einem Bild domestizierter Natur vom Ende des 19. Jahrhunderts, langsam und bedrohlich erwächst; so wie später Minas heimliches sexuelles Begehren nach dem blutsaugenden Vampir ihr zivilisatorisches Korsett aus jungfräulicher Unschuld und bürgerlichem Anstand zu sprengen droht.

     

    Die von Ballhaus kunstvoll komponierten Bildübergänge lassen nicht nur die Bedrohung der Zivilisation durch das Begehren des dämonischen Anderen visuell erfahrbar werden, vollziehen also nicht nur optisch die Bewegung des Unheimlichen nach, das in die Domäne des Heimlich-Heimischen eindringt wie der fremde Graf auf der Suche nach seiner verlorenen Elisabeta in Minas englische Heimat, sondern sie schreiben darüber hinaus das vampirische Drama dem Filmmaterial selbst ein:

     

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  • Lehre: Spielarten der Liebe

    Its all about love/ Spielarten der Leibe Die Dramaturgie des Erotischen in Spiel- und Dokumentarfilm   Blockseminar an der Eberhard Karls Universität Tübingen im Wintersemester 2013/14   „Gegensätze ziehen sich an“: Egal ob Spiel- oder Dokumentarfilm – jeder zweite Film dreht sich in irgendeiner Form oder Variante um das älteste Thema der Welt: die Liebe. Ausgehend von seinen eigenen Produktionen, ein Spiel- sowie ein Dokumentarfilm, wird der Dozent gemeinsam mit den Studenten eine „Dramaturgie des Love-Interest“ erarbeiten: Lassen sich Liebesgeschichten für Film und Fernsehen überhaupt noch neu schreiben, neu erfinden? Wie lässt sich filmisch originell von der Liebe erzählen? Erzählen alle Liebesgeschichten jeweils dasselbe? Auf welche Stereotype, Gender- und Körperbilder wird dabei zurückgegriffen?   Das Seminar gliedert sich in einen theoretischen, sowie einen praktischen Teil: An einem ersten Wochenende soll exemplarisch anhand von ausgewählten Filmen die Dramaturgie von unterschiedlichen „Love Storys“ analysiert werden. Die erarbeiteten dramaturgischen Konzepte sollen an einem zweiten Wochenende in einer praktischen Übung Anwendung finden. Dafür werden die Studenten in Gruppen unter dem Schlagwort „Begegnung“ je eine fiktionale Szene bzw. ein dokumentarisches Konzept entwickeln, das dann im Plenum diskutiert werden soll.

  • Lehre: Film in der Oper – Oper im Film

    Blockseminar gemeinsam mit Musiktheaterdramaturg Heiko Voss im Wintersemester 2013/14 an der LMU München

  • Lehre: Psychoanalytische Filmtheorie

    Übung zu Theorietexten/ psychoanalytische Filmtheorie (im Wintersemester 2013/14 an der LMU München)   Filmwissenschaft und Filmtheorie waren über weite Strecken des 20. Jahrhunderts von Deutungs- und Analysemodellen der sogenannten psychoanalytischen Filmtheorie geprägt, die das Medium Film in generaliter, aber auch den einzelnen Filmtext in Analogie zu den Theoremen der Psychoanalytiker Sigmund Freud und Jacques Lacan setzt. Die Übung stellt zentrale Texte der psychoanalytischen Filmtheorie von Jean-Louis Baudry über Laura Mulvey bis zu Christian Metz vor und diskutiert kritisch ihren Analyse- und Stellenwert in der aktuellen Forschungsdebatte anhand von Beispieltexten des slowenischen Philosophen und Kulturkritikers Slavoj Zizek.

  • Vortrag „Film Denken, Film Schreiben, Film Machen“

    Folgender Text gibt das Manuskript eines Vortrags wieder, den ich am 14. Juli 2012 im Rahmen des Workshops „Wieviel Praxis braucht die Theorie? Und wie nutzt die Theorie die Praxis – zur formalästhetischen Analyse von Filmen“ an der LMU München gehalten habe.

     

  • „Wader Wecker Vater Land“ – Trailer + Kinostart

    Kinostart: 15.12.2011   Menschen müssen sich verändern,
um sich selber treu zu sein.
 Nur das Wechseln von Gewändern
kann kein wahrer Wandel sein. (Konstantin Wecker)   So vergeht Jahr um Jahr,
und es ist mir längst klar,
 dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war. (Hannes Wader)   Hannes Wader und Konstantin Wecker gemeinsam unterwegs in Deutschland – eine Sensation, die über viele Jahre nicht für möglich gehalten wurde. Zwei der wichtigsten deutschen Liedermacher, beide politisch und mit bewegten Lebensläufen, in denen sich trotz ihrer scheinbar so unterschiedlichen Persönlichkeiten ein Stück bundesdeutscher Zeitgeschichte widerspiegelt.   Presse       Regisseur Rudi Gaul begleitet die beiden Künstler von den Proben bis hin zur gemeinsamen Tournee. Er erzählt humorvoll von der Annäherung der beiden politischen Liedermacher. Außerdem entfaltet Gaul in Einzelporträts und anhand von Archivaufnahmen die ungewöhnlichen Lebensgeschichten dieser beiden Ausnahmemusiker.
Wader Wecker Vater Land ist eine Koproduktion der Schattengewächs Filmproduktion mit SWR, WDR und BR und wurde vom FilmFernsehFonds Bayern und der MFG Filmförderung Baden-Württemberg gefördert.   mit Hannes Wader, Konstantin Wecker u.v.a., Dramaturgische Beratung: Felix Kuballa, Kamera: Michael Hammon, Yannick Bonica, Schnitt: Carmen Kirchweger, Musik: Hannes Wader, Konstantin Wecker, Produzenten: Florian Rothenberger, Isabella von Klass, Redaktion: Simone Reuter, Kurt Schneider (SWR), Jutta Krug (WDR), Christel Hinrichsen (BR), Buch: Rudi Gaul, Matthias Leitner

  • Porträt in der SZ: Im Schatten des Establishments

    Rudi Gaul wurde mit 18 von der Filmhochschule abgelehnt – jetzt, mit Ende 20, arbeitet er dennoch als Regisseur. Von Gerhard Fischer.

  • Die Geburt eines Kindes…

    …verändert alles.

  • Lehre: Klassische Filmtheorie

    Proseminar zu filmtheoretischen Schriften an der LMU München

  • Porträt im Münchner Uni Magazin – „Lampenfieber im Lichtspielhaus“

    Zur Premiere seines ersten Films hatte Rudi Gaul sich selbst nicht ins Kino gewagt – beim zweiten musste die Cutterin ihn überreden.

  • „Wader Wecker Vater Land“ – Uraufführung auf dem Filmfest München

    Wader Wecker Vater Land
    Dokumentarfilm von Rudi Gaul
    Deutschland 2011, 92 Minuten
    Uraufführung: Filmfest München 28.06.2011
    Im Verleih von Zorro Film, Kinostart: 15.12.2011

     

    Festivals/ Preise

     

    Nominierung Metropolis 2012 für „Beste Regie Dokumentarfilm“

    Publikumspreis Filmfest München 2011

    Bester Dokumentarfilm, Biberacher Filmfestspiele 2012

    Nominierung Shortlist Deutscher Filmpreis 2012 

     

    Trailer

     

    Presse

     

    „Rudi Gaul beobachtet, fragt nach, hört zu. Eine aufrichtige Neugier bestimmt seinen sympathischen Film und ein großes Interesse daran, zwei Helden ihrer Zeit zu Wort kommen zu lassen. Zwischen den beiden Leben, zwischen gegenwärtigen Interviews und alten Fernsehaufnahmen entsteht Geschichte ganz unmittelbar.“ (EPD-Film)

     

    „Ein Muss für alle Fans und Feinde von jetzt und einst.“ (SZ Extra)

     

    „Ein behutsames Doppelporträt zweier höchst lebendiger Querulanten – und zugleich eine unangestrengte Reise durch die bundesrepublikanische Zeitgeschichte. Beim Münchner Filmfest erhielt die sensible Doku verdientermaßen den Publikumspreis.“ (Der Tagesspiegel)

     

    „Gaul macht daraus ein Doppelporträt, wie man es besser, präziser, anschaulicher, bewegender kaum hätte schreiben können. (…) Die aktuellen Aufnahmen kontrastiert Gaul auf eine Weise mit Archivmaterial, die den Zuschauer zum Entdecker werden lässt.“ (Der Freitag)

     

    „Poetisch und mitfühlend inszeniert, ist der Film nicht nur etwas für Wader- und Wecker-Fans.“ (kino.de)

     

    „Die Reise durch zwei verwegene Biografien ist unterhaltend, emotional, manchmal fast intim, streckenweise sogar überraschend. (…) Die intensiven Gespräche, Aufnahmen aus der Gegenwart und Archivmaterial machen diese Doku auch zu einer wunderbaren Zeitreise, zu einem Spiegel gesellschaftlicher und persönlicher Entwicklungen über die letzten Jahrzehnte hinweg.“ (Kultur.Ard)

     

    „Das Schönste am Film aber sind nicht die Lippenbekenntnisse zweier zu beeindruckenden Charakterköpfen gereifter Männer, ist auch nicht, wie perfekt sie sich zum Duett zusammengerauft haben. Die Kamera ist, gleichsam am Rande, diskreter Zeuge einer berührenden Wandlung. Wenn Wecker mit seinen Mannen Arm in Arm im Kreis nach dem individuellen Wohlfühlton sucht, geht am Ende entspannten Gesichts, ein weiches Lächeln auf den Lippen, Wader auf die Gruppe zu und reiht sich ein ins enge Rund – der Einzelgänger Wader, der jetzt aufgeht in einem kleinen Ganzen und dabei ganz selbstverständlich bei sich bleiben kann.“ (Süddeutsche Zeitung)

  • Lehre: Slavoj Zizek und das Phantasma des Begehrens

    Proseminar an der LMU München zu Slavoj Zizek und der phantasmatischen Struktur des sexuellen Begehrens im Film

  • Das Unheimliche bei David Lynch

    Beginn der Arbeit an einem filmwissenschaftlichen Dissertationsvorhaben an der LMU München mit dem Titel:

  • Dreharbeiten zu „Wader Wecker Vater Land“

    Im Frühjahr 2010 beginnen wir, die Schattengewächs Filmproduktion (Produzenten: Florian Rothenberger, Isabella von Klass), Kameramann Michael Hammon und ich (als Regisseur und Autor) die Dreharbeiten zu meinem ersten großen Dokumentarfilm: Wader Wecker Vater Land (mehr Infos zum Film hier) – die Finanzierung (mit Hilfe von SWR, WDR, BR, dem FFF Bayern und der MFG Baden-Württemberg) steht und wir können loslegen. Wir sind – wie das Bild unten zeigt – viel mit dem Zug unterwegs: das bevorzugte Reisemittel der Herrn Wader und Wecker, das dann auch im Film dramaturgisch eine große Rolle spielen wird.

     

    Die Dreharbeiten selbst sind eine neue Erfahrung für mich, der ich doch so gerne alles genau plane und im Vorhinein festlege: Wir drehen sehr spontan, flexibel aus der Hand a la direct cinema, geben uns ganz dem unverstellten Augenblick und der genauen Beobachtung hin. Dabei lerne ich eine Menge von meinem großartigen Kameramann Michael Hammon – und habe von Anfang an, was sich dann später im Schnitt mit meiner ebenso großartigen Cutterin Carmen Kirchweger bestätigen wird, das Gefühl, dass der Film nicht nur ein berührendes, sondern durchaus auch sehr komisches Stück deutscher Zeitgeschichte werden könnte – mit zwei echten Originalen im Mittelpunkt, die uns bei den Dreharbeiten nicht nur den Gefallen tun, uns auch nach Drehschluss an spannenden Weinumrankten Diskussionen, Erinnerungen, Gesprächen teilhaben zu lassen, sondern darüber hinaus auch vor der Kamera eine dramaturgische Steilvorlage liefern: Hier treffen zwei echte Gegensätze aufeinander, die zunächst einmal auf der so ungewohnten gemeinsamen Bühne wirkliche musikalische Probleme haben. Zu diesem Zeitpunkt der Dreharbeiten wissen wir tatsächlich noch nicht: Werden der spröde Hannes aus dem hohen Norden und der barocke Konstantin aus Bayern zueinander finden und die Tournee doch noch zu einem Erfolg führen?

     

     

  • Das Zimmer im Spiegel – Kinostart + Trailer

    Die Jüdin Luisa (Kirstin Fischer) wird während des 2. Weltkriegs von ihrem deutschen Ehemann in einer leerstehenden Dachgeschosswohnung vor dem nationalsozialistischen Terror versteckt. Ausgegrenzt von der Gesellschaft, eingeschlossen auf engstem Raum, genährt von zunehmenden Zweifeln und Ängsten verliert sich Luisa nach dem Verschwinden ihres Mannes zunehmend in ihrer eigenen Realität, in der ihr allein die Schauspielerin und Widerstandskämpferin Judith (Eva Wittenzellner) als einziger menschlicher Kontakt zur Seite steht. Sie begleitet Luisa auf eine geheimnisvolle Reise aus der brutalen Wirklichkeit in eine poetische Welt der Sehnsüchte und Abenteuer…

     

    Presse

     

     

    Ein Film von Rudi Gaul; mit: Kirstin Fischer, Eva Wittenzellner, Maximilian Berger, Klaus Münster, Alfred Dorfer;

    Musik: Konstantin Wecker, Kostüm: Barbara Schwarz, Szenenbild: Gwendolyn Henn; Kamera: Christian D. Hartmann, Schnitt: David Purviance, Produktion: Rudi Gaul, Isabella von Klass, Florian Nöhbauer, Buch: Rudi Gaul, Heiko Voss

     

  • Eine Ehe…

    …verändert Vieles.

  • Hochschulabschluss Magister Artium

    … mit Auszeichnung am theaterwissenschaftlichen Institut der Ludwig Maximilians Universität München.

  • Das Zimmer im Spiegel

    Spielfilm von Rudi Gaul

    Deutschland 2009, 106 Minuten

    Uraufführung: 27.01.2009, Filmfestival Max Ophüls Preis Saarbrücken

    Im Verleih von MFA+ FilmDistribution; Kinostart: 07.01.2010

  • Winterstürme, Wahn und Wonnemond

    Winterstürme, Wahn und Wonnemond 

    Szenischer Ausschnitt aus Richard Wagners Die Walküre

     

    Premiere: 26. 09. 2008 im Münchner Gasteig

    Regie: Rudi Gaul

    Dramaturgie: Heiko Voss

    Kostüme/Bühne: Barbara Schwarz

     

    mit: Michael Suttner (Tenor), Johanna Weiß (Sopran)

     

    Das Schwert in meiner Inszenierung, die ich gemeinsam mit Heiko Voss erarbeitet habe, ist der Spiegel, in dem Siegmund und Sieglinde das Andere ihrer Existenz erkennen. Der Spiegel der Erkenntnis, das ein Lacan’ianisches Verkennen ist: Das Ideal-Bild seiner selbst, das Siegmund im Spiegel sucht, führt ihn auf einen Pfad des Blutes, der immer weiter weg führt von dem, was er eigentlich im tiefsten Kern seines Wesens ist – und mit dem Blick in den Spiegel für immer verliert.

  • Magisterarbeit: Adolf, der Clown

    … am Institut für Theaterwissenschaft (Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften) der Ludwig-Maximilians-Universität München:

  • Hornissenzeit

    Hornissenzeit   Monologisches Drama von Jutta Schubert Uraufführung: Junges Schauspiel Ensemble München, April 2008, Reithalle München Inszenierung: Rudi Gaul mit: Melanie MI-RA   Die Schuhverkäuferin Tanja (Melanie MI-RA) lernt einen Mann kennen, der anders zu sein scheint als die üblichen Affären: Doch schon im Taxi zum gemeinsamen Bett wird klar, dass sich Tanja in Jan getäuscht hat. Er hat im Moment kein Zuhause und quartiert sich bei seiner Eroberung ein. In der Gegenwart ihrer Gefängnisrealität kreist Tanja immer noch um dieselben Fragen, deren rechtzeitige Beantwortung das erschreckende Ende der verhängnisvollen Beziehung hätte vielleicht verhindern können: Wann genau war der entscheidende Zeitpunkt, an dem sie es verpasst hatte, ‚nein’ zu sagen?   Tanja wird in meiner Inszenierung zu einer Frau, die sich in radikaler Isolation dazu entschlossen hat, Zuflucht im ewigen Kreislauf ihrer Erinnerungen zu suchen – ohne die Fähigkeit zur Reflexion über das Geschehene zu besitzen und dadurch zu einer Erkenntnis gelangen zu können. Gefängnisrealität und fiktive Erinnerung werden ebenso eins wie Gegenwart und Vergangenheit.   P.S.: Dass sowohl Hornissenzeit wie auch später mein Film Das Zimmer im Spiegel von einer Frauenfigur erzählen, die eingeschlossen in einem Raum aus einer schwer erträglichen Realität in Träume und Erinnerungen flüchtet, ist kein Zufall: Immer schon interessiert mich das Verhalten von Menschen in Extremsituationen – was ist unser Geist zu leisten imstande, wenn der Körper erniedrigt, bedroht, eingesperrt wird? Eine Frage, die unmittelbar die eskapistischen Funktionen und imaginierenden Möglichkeiten von Kunst berührt.

  • Dreharbeiten zu Das Zimmer im Spiegel

    In einem abbruchreifen Haus in Bad Reichenhall beginnen wir mit den dreimonatigen Dreharbeiten zu Das Zimmer im Spiegel  – in den beiden Hauptrollen: Kirstin Fischer und Eva Wittenzellner (siehe Bild unten). Beide Schauspielerinnen hatten sich zuvor auf eine intensive Probephase eingelassen, die ich zusammen mit Dramaturg Heiko Voss geleitet habe.

  • Gründung der „Schattengewächs Filmproduktion“

    …als Netzwerk für Nachwuchsfilmemacher.

  • Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes

    Seit der Zwischenprüfung in meinem Studienhauptfach Theaterwissenschaft bin ich Stipendiat der Studienstiftung – bis zum Studienende und darüber hinaus:   Die Studienstiftung fördert dankenswerterweise auch mein Dissertationsvorhaben und ermöglicht mir so, meine theoretische Forschungsarbeit in Film- und Theaterwissenschaft weiterhin mit meiner praktischen Film- und Theatertätigkeit zu verschränken; etwas, was mir sehr wichtig ist: nicht Entweder-Oder, sondern Wissenschaft und Praxis.   Ich wollt mich immer schon sowohl theoretisch-wissenschaftlich (übers Studium) als auch praktisch (über eigene Projekte) mit Film und Theater auseinanderzusetzen.

  • Alle meine Söhne

    Schauspiel von Arthur Miller

    Inszenierung von Rudi Gaul im April 2005

    mit Coram Publico, Aumühltheater Freilassing

  • Arbeit als Kameraassistent

    …bei Kameramann Eduard Schneidermeier, München.

  • Studium der Theaterwissenschaft an der LMU

    Immatrikulation an der LMU München, Beginn des Studiums der Theaterwissenschaft (mit den Nebenfächern: Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Politologie)

  • Bewerbung an der Filmhochschule München

    …vergeblich.

  • „Eine ungeschriebene Geschichte“ – Premiere eines Nachwuchsprojektes

    Mein zweites abendfüllendes Amateurfilmprojekt „Eine ungeschriebene Geschichte„, realisiert mit Schulfreunden, Lehrern, den Schauspielern vom „Coram Publico“ – Team und schlappen 5000 Euro an Wochenenden über 8 Monate hinweg, feiert Premiere im Park-Kino Bad Reichenhall: Meine erste richtige Kinopremiere!

  • Abitur am Karlsgymnasium Bad Reichenhall

    Ein Lebensabschnitt geht zu Ende – die Schulzeit, an die ich mich bis heute noch oft, viel und gerne – wenn auch ambivalent – erinnern werde. Immer wieder komme ich in Gedanken auf diese Zeit zurück, arbeite in Skizzen (die vielleicht irgendwann einmal in einen Dokumentar- oder Spielfilm einfließen werden) diese Zeit auf, besser: die Erinnerung an diese Zeit und ihre Menschen. Überhaupt: Erinnerung.   Manchmal bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob das, woran ich mich zu erinnern glaube, tatsächlich so passiert ist – oder mir meine Erinnerung, die regelmäßig auch in Träumen an viele Gesichter dieser Zeit wiederkehrt, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe, einen Streich spielt, versucht, Geschehenes ungeschehen zu machen, Ungeschehenes, von dem ich immer träumte, im Nachhinein geschehen zu machen. Da sind Geschichten von der ersten großen Liebe, von längst vergangenen Freundschaften, vom Gefühl, das ganze Leben, alle Möglichkeiten und Chancen noch vor sich zu haben, Bäume ausreißen, in jede beliebige Richtung des Lebens mit fliegenden Schritten laufen zu können; Geschichten von großartigen Lehrern, von deren (im besten Sinne des Wortes) Lebens-Lektionen ich immer noch zehre und denen ich unendlich dankbar bin – aber auch Geschichten von ohnmächtiger Wut, (meist vergeblichen) Kämpfen gegen faschistoides und nationalsozialistisches Gedankengut, das (nicht nur) in diesem Landstrich immer noch viel zu oft in viel zu vielen Köpfen zu Hause ist; auch in Lehr-Körpern, die die Jugend damit vergiften. Dazu fällt mir die Strophe aus einem Lied meines Freundes Konstantin Wecker ein:   Und wenn sie in deiner Schule plötzlich lästern über Schwule, schwarze Kinder spüren lassen wie sie andre Rassen hassen Lehrer, anstatt auszusterben, Deutschland wieder braun verfärben, hab dann keine Angst zu schrei’n: Sage Nein!    

  • Ein erster Filmversuch über 90 Minuten hinweg

    Noch als Schüler drehe ich nach eigenem Buch mit Freunden, Lehrern, Geschwistern eine Komödie, in der sich alles um den Liebes-Wahnsinn dreht, der mich mit knapp 18 Jahren natürlich auch so jeden Tag beschäftigt: Der Mann, der aus dem Western kam…

2016